Durchfall in der Pflege
Aktualisiert: vor 7 Tagen
Akuter Durchfall lässt sich in der Regel gut pflegerisch auffangen, sollte in seinen möglichen körperlichen Auswirkungen aber nicht unterschätzt werden.

Akute Durchfallerkrankungen stellen eine besondere Herausforderung in der Pflege dar. Zum einen macht die mit dem Durchfall in der Regel einhergehende Stuhlinkontinenz einen rechtzeitigen Gang zur Toilette bei der häufig eingeschränkten Mobilität oft unmöglich, zum anderen muss es manchmal aber sehr schnell gehen und das Schamgefühl der Betroffenen darf nicht außer Acht gelassen werden.
Unterstützung diskret und vorausschauend organisieren
Bei Durchfall kann der Hilfebedarf kurzfristig deutlich steigen. Pflegende sollten deshalb möglichst früh für kurze Wege zur Toilette sorgen oder geeignete Hilfsmittel bereitlegen. Schnelle Unterstützung ist wichtig, sollte aber immer diskret erfolgen. Ein ruhiger, respektvoller Umgang und eine klare Ansprache helfen schützen die Intimsphäre der betroffenen Person.
Nach einem Stuhlgang verbessern ein zeitnaher Wäschewechsel und eine sanfte Reinigung das Wohlbefinden älterer Menschen. Gerade bei einer eingeschränkten Mobilität lohnt es sich, regelmäßig nachzufragen, ob Hilfe benötigt wird. So lassen sich unangenehme Situationen häufig vermeiden.
Beschwerden beobachten und dokumentieren
Eine sorgfältige Beobachtung hilft, Veränderungen früh zu erkennen und Informationen an die behandelnde Praxis oder das Pflegeteam weiterzugeben. Je nach Vorgaben der Einrichtung oder des individuellen Pflegeplans sollten die Häufigkeit, die Konsistenz und besondere Auffälligkeiten des Stuhls dokumentiert werden. Auch begleitende Beschwerden wie Erbrechen, Fieber, Bauchschmerzen oder eine zunehmende Schwäche sind relevant.
Ebenso wichtig ist es, die Trinkmenge im Blick zu behalten. Bei ärztlich angeordneter Flüssigkeitsbilanzierung werden Aufnahme und Ausscheidung nach den entsprechenden Vorgaben erfasst. Das kann helfen, einen möglichen Flüssigkeitsmangel rechtzeitig zu erkennen.
Hautschutz und Hygiene beachten
Häufige flüssige Stühle beanspruchen die Haut im Intimbereich sehr stark. Eine schonende Reinigung, sorgfältiges Trocknen und geeignete Hautschutzprodukte können Hautreizungen vorbeugen.
Bei infektiös bedingtem Durchfall ist eine konsequente Händehygiene unverzichtbar. Handschuhe und weitere Schutzmaßnahmen sollten nach dem Hygieneplan der Einrichtung eingesetzt werden. Häufig berührte Flächen und sichtbar verunreinigte Bereiche müssen zeitnah gereinigt werden, um eine Weiterverbreitung möglicher Erreger zu vermeiden.
Welche Hausmittel können bei Durchfall helfen?
Gerade bei akutem Durchfall können hierzu unterstützend auch alte Hausmittel, wie zum Beispiel geriebene Äpfel, in moderner Darreichungsform zum Einsatz kommen, die ihre traditionelle Wirkung entfalten und gleichzeitig den Ansprüchen der aktuellen Pflegepraxis genügen können.
Apfelpulver im Pflegealltag
Aplona® kann bei akutem, unkompliziertem Durchfall als traditionelles pflanzliches Arzneimittel die pflegerischen Maßnahmen ergänzen. Das vorportionierte Apfelpulver wird frisch angerührt und lässt sich dadurch einfach zubereiten. Es bindet überschüssige Flüssigkeit im Darm und kann so dazu beitragen, den Stuhl einzudicken.
Bei der gleichzeitigen Einnahme anderer Arzneimittel ist ein Abstand von zwei bis drei Stunden einzuhalten. Bei pflegebedürftigen Personen mit mehreren Medikamenten sollte die Einnahme deshalb mit der behandelnden Praxis oder Apotheke abgestimmt werden.
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